SPORTCLUB vergibt Führung in Köln

SPORTCLUB vergibt Führung in Köln

Die Erste 24.02.2019

Kleine Geißböcke drehen in der zweiten Halbzeit den Spieß um

Eine ärgerliche 2:3 (1:0)-Niederlage kassierte der SPORTCLUB bei der Reserve des 1. FC Köln. Erneut hatte Trainer Guerino Capretti die schwache Chancenverwertung zu bemängeln, die letztlich mit ursächlich war, dass der FC das Spiel noch drehen konnte.

Zum Start der Partie machte der SC Verl sofort deutlich, dass er gewillt war, das Spiel zu bestimmen und drei Punkte zu entführen. Bereits nach drei Minuten hatte sich FC-Keeper Jan-Christoph Bartels ganz schön zu strecken, um den Schuss von Jan-Lukas Liehr aus dem unteren Eck zu fischen. Kurz darauf versuchte es auch Aygün Yildirim; erneut konnte Bartels den Flachschuss halten. Doch beim Kopfball von Ron Schallenberg am kurzen Pfosten nach feiner Flanke von Patrick Kurzen war Bartels dann geschlagen (10.), der SC Verl schien auf einem guten Weg.

Wenig später hatte Nico Hecker eine gute Chance, nach Vorarbeit von Kurzen und Yildirim bereits auf 2:0 zu stellen, vergab die Möglichkeit allerdings. Erst jetzt kam auch die Geißbock-Elf langsam ins Spiel. Doch den Schuss von Lucas Nottbeck konnte Robin Brüseke im Kasten des SPORTCLUBs parieren. Bei einer Ecke wenig später von Chris Führich verpassten sowohl Kölns Angriff als auch die Verler Verteidigungsreihen den Ball, der so durch den Strafraum am langen Pfosten ins Toraus ging.

Letzte erwähnenswerte Kölner Chance vor der Pause war eine Volleyabnahme von Hikmet Ciftci, die Brüseke aber mühelos meisterte. Auf der anderen Seite hatte Dardan Karimani noch die Chance per Freistoß. Liehr war kurz vor dem gegnerischen Strafraumeck gefoult worden. Doch den Freistoß konnte die Kölner Reserve problemlos abwehren.

„Wir haben viel investiert in der ersten Hälfte, uns an unseren Plan gehalten, der auch weitestgehend aufging. Wir wollten Köln etwas kommen lassen und dann nach Ballgewinn überfallartig angreifen. Das klappte ja auch ganz gut, wir müssen aber nachlegen, effektiver auf das 2:0 gehen“, fasste Capretti die erste Hälfte zusammen.

Nach der Pause hatte der SPORTCLUB erneut die erste Großchance, doch Karimani bekam den Ball am Strafraum der Geißböcke nicht sauber unter Kontrolle, um abzuschließen. Für große Aufregung im Lager der Verler sorgte Schiedsrichter Alexander Busse wenig später, als Yildirim im Strafraum der Kölner zu Boden ging. Während der SPORTCLUB vehement einen Foulelfmeter forderte, gab der Schiri Abstoß. „Ich konnte es nicht genau sehen, kann es nicht beurteilen“, wollte sich Capretti nicht festlegen. Auch danach hatte Verl noch einmal eine gute Gelegenheit, als Bartels eine Ecke von Karimani mit einer Faust wegboxte, doch Schallenbergs Nachschuss wurde gerade noch geblockt.

Auf der anderen Seite zeigte Brüseke eine Glanzparade, als Köln einen Freistoß flach durch die Mauer jagte, der Keeper trotzdem den Einschlag noch verhinderte. Wenig später konnte der Verler Keeper erneut glänzen, als er nach einer Flanke gegen Paul Maurer zur Stelle war. Eine Minute später war er jedoch beim Treffer von Roman Prokoph chancenlos (68.). „Da waren wir etwas zu nachlässig“, meinte Capretti.

Der Treffer sorgte für etwas Verunsicherung im Verler Team. „Wir haben da einige falsche Entscheidungen getroffen. Das baut einen spielstarken Gegner wie Köln auf, die bekamen Aufwind“, so der Trainer. Prompt unterlief der Verteidigung des SC Verl ein Foul im Strafraum, Adrian Szöke verwandelte den Elfmeter lässig unten links und hatte somit die Partie gedreht (78.). Als Nottbeck zwei Minuten später eine Ecke von Ciftci per Kopf zum 3:0 über die Linie drückte, schien das Spiel gelaufen.

Allerdings bewies der SPORTCLUB wieder einmal, dass die Mannschaft niemals aufgibt. Das Team drückte nun vermehrt aufs Gas. Selbst Innenverteidiger Jonas Acquistapace kam vor und jagte einen Volleyschuss aus 20 Metern knapp am Kölner Tor vorbei. Aber erst Fabian Brosowski, der seinen Vertrag unter der Woche verlängert hatte, verkürzte nach Vorarbeit von Liehr (89.). Die zwei Minuten Nachspielzeit reichten dem SPORTCLUB jedoch nicht mehr, noch den Ausgleich zu markieren. „Ich denke, wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, meinte Capretti zu einer unnötigen Niederlage, „aber wir belohnen uns einfach für unseren Aufwand nicht.“

 
1.FC Köln II: Bartels – Rittmüller, Sonnenberg, M. Laux, Damaschek (46. Brackelmann) – Nottbeck, Ciftci, Kölmel (46. Maurer), Führich (86. Karakas), Szöke – Prokoph.

SC Verl: Brüseke – Schmik, Mikic, Acquistapace, Stojanovic (69. Sansar) – Schallenberg (90. Schöppner), Liehr – Kurzen, Karimani (62. Brosowski), Hecker – Yildirim.

 

Tore: 0:1 Schallenberg (11.), 1:1 Prokoph (68.), 2:1 Szöke (78./Foulelfmeter), 3:1 Nottbeck (80.), 3:2 Brosowski (89.).

Gelbe Karten: Nottbeck, Szöke, Ciftci – Schmik. 

1. FC Köln U23

3 : 2

SC Verl

Samstag, 23. Februar 2019 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 23. Spieltag

Schiedsrichter: Alexander Busse Assistenten: Tim Brüster, Sebastian Lattberg Zuschauer: 150

Startaufstellung

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