Aufholjagd hätte mehr als einen Punkt verdient

Aufholjagd hätte mehr als einen Punkt verdient

Die Erste 07.10.2018

SC Verl gelingt nach 0:2 bei Bor. Mönchengladbach II noch ein 2:2

Mit 2:2 (1:0) endete die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach II und dem SC Verl in der Regionalliga West. Die 293 Zuschauer im Grenzlandstadion wussten am Ende nicht, ob sie sich darüber freuen oder ärgern sollten – unabhängig davon, für welche der beiden Mannschaften ihr Herz schlägt. Die Heimelf hatte sich nach 2:0-Führung noch die Butter vom Brot nehmen lassen, der Gast hätte am Schluss noch nachlegen können.

Dabei legte der SC Verl los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Angeführt vom starken Kapitän Matthias Haeder lief die vorderste Reihe neben ihm mit Jan Lukas Liehr, Patrick Kurzen und Marko Stojanovic früh und energisch an, landete gute Ballgewinne und erarbeitete sich gute Chancen. Doch die Flanken wurden knapp verpasst, Kurzens Schuss aus 18 Metern strich knapp am Tor vorbei und als Haeder im 16er zum Abschluss ansetzt, ist er knapp im Abseits. „Die Jungens haben sich an die Marschroute gehalten, haben den Borussen wenig Räume geboten“, sagte Trainer Guerino Capretti.

Doch das Verler Anlaufen wurde jäh gestoppt. Ein langer Ball der Fohlen, Daniel Mikic kam nicht mit dem Kopf dran, Robin Brüseke im Tor war überrascht, der Ball prallte an den Innenpfosten und von dort mitten in den Fünf-Meter-Raum, wo Torben Müsel völlig frei die Kugel über die Linie drückte (14.). „So ein Gegentor darf nicht passieren“, so Trainer Capretti später. Der Gastgeber führte aus dem Nichts und hatte plötzlich das Heft des Handels in der Hand.

Schöppners Pfostentreffer als Weckruf

Es dauerte eine ganze Weile, bis sich der SPORTCLUB von dem Gegentor erholte. Der Druck, mit dem Verl gestartet war, wurde jedenfalls nicht wiederaufgebaut. Stattdessen ließ die Borussia den Ball laufen, versuchte die nun erst an der Mittellinie attackierenden Gäste hervorzulocken. Insbesondere der ehemalige Verler Makridis in der Sturmspitze der Borussen suchte immer wieder den Abschluss und sorgte häufig für Gefahr. Erst nach gut einer halben Stunde gelang dem SPORTCLUB mal wieder ein sehr starker Angriff, der beinah für den Ausgleich gesorgt hätte. Jan Schöppner konnte nach Balleroberung in Höhe der Mittellinie bis kurz vor den Strafraum marschieren und zog einfach mal ab, traf aber nur den Innenpfosten (34.). Hier lauerte allerdings kein Mannschaftskamerad in aussichtsreicher Position, um zu vollenden. Immerhin war das eine Art Weckruf und der SC Verl war wieder da, begegnete dem Gastgeber wieder auf Augenhöhe. Der Schuss aus knapp 30 Metern aus halblinker Position von Stojanovic (39.) verfehlte auch nur knapp den langen Winkel.

„In der Pause bin ich kaum zu Wort gekommen, die Jungs haben sich selber heiß gemacht, wollten unbedingt was holen“, berichtete „Rino“ später. Doch erneut wurde das Anrennen des SPORTCLUB direkt bestraft. Mönchengladbach griff über den rechten Flügel an, der SC Verl bekam die Kugel nicht ordentlich geklärt und ausgerechnet Makridis netzte aus 16 Metern zum 2:0 ein (49.).

Schröder beendet die kleine negative Strafstoß-Serie

Doch diesmal zog sich Verl nicht zurück, sondern blieb seiner Devise treu, glaubte weiter an sich und berannte die Fohlen. Und tatsächlich wurde dann der Anschlusstreffer quasi erzwungen. Ungeschickter Rückpass der Borussen auf ihren Keeper Moritz Nicolas, dem der Ball zu weit wegspringt, Haeder erspitzelte die Kugel, wurde gefoult, der eingewechselte Fabian Brosowski versenkte den Ball, doch zuvor war gepfiffen worden: Gelbe Karte für den Keeper und Strafstoß. Doch wer sollte schießen, zumal die beiden letzten Elfmeter vergeben wurden? Doch Jannik Schröder ließ sich davon nicht schrecken und versenkte den Ball zum 1:2 (58.).

Der SC Verl wollte mehr und insbesondere Brosowski war immer weder an gefährlichen Aktionen beteiligt. Sei es das er flankte, und Nicolas den Ball gerade noch vor Kurzen rettete, sei es, dass er einen herrlichen Flugkopfball nach toller Vorarbeit von Haeder und Liehr ansetzte, der ganz knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Doch wenig später zappelte der Ball dann doch im Netz. Haeder hatte sich hervorragend im Strafraum gegen drei Mann durchgesetzt, den Ball über den Torwart von der rechten auf die linke Seite des Tores gehoben, wo Brosowski im Fallen den Ball unter die Latte jagte (64.).

Gefährliche Konter der Fohlen

Jetzt wollte der SPORTCLUB den Sieg, schnürte die Borussia weitestgehend ein. Doch Stojanovic, Kurzen oder auch Haeder und Sergej Schmik brachten den Ball nicht im Tor unter. Die Borussia kam immer mal wieder zu Konterchancen, von denen ein, zwei wirklich gefährlich wurden. Doch entweder konnte der SPORTCLUB entschärfen oder hatte Glück, als Mirza Mustafic nur den Pfosten traf. Da hatte Brosowski allerdings auch schon einen Ball ans Lattenkreuz gesetzt, Viktor Maier, der gegen Ende für den ausgepumpten Haeder ran durfte, hatte noch eine tolle Chance, doch sein Schuss senkte sich knapp neben dem Pfosten.

„Das war eine richtig gute zweite Hälfte“, lobte der Trainer, „der Punkt ist mehr als verdient. Ein Sieg hätte den Jungs gut getan, aber wenn wir eine solche Leistung wie nach der Pause regelmäßig abrufen, dann werden wir auch wieder unsere Spiele gewinnen.“ Idealerweise klappt das bereits am kommenden Freitag, wenn um 19 Uhr die Alemannia aus Aachen in der SPORTCLUB Arena gastiert.

Bor. Möchengladbach II – SC Verl 2:2 (1:0)

Mönchengladbach: Nicolas – Egbo (71. Richter), Lieder, F. Mayer, Poulsen – Herzog (68. Mustafic), Pazurek – Kraus, Müsel, Bennetts (68. Steinkötter) – Makridis.

Verl: Brüseke – Schmik, Schröder, Mikic, Langemann (55. Brosowski) – Schallenberg, Schöppner – Kurzen, Liehr, Stojanovic – Haeder (81. V. Maier).

 

Tore: 1:0 Müsel (14.), 2:0 Makridis (49.), 2:1 Schröder (58./Foulelfmeter), 2:2 Brosowski (64.).

Gelbe Karten: Lieder, Nicolas, Mustafic – Liehr, Mikic, Schallenberg

Beste Spieler: Makridis, Poulsen – Haeder, Schröder

Bor. Mönchengladbach U23

2 : 2

SC Verl

Samstag, 6. Oktober 2018 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 12. Spieltag

Schiedsrichter: Felix Weller Assistenten: Stefan Tendyck, Vanessa Arlt Zuschauer: 293

Startaufstellung

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