Nach der Führung "an Griffigkeit" verloren

Nach der Führung "an Griffigkeit" verloren

Die Erste 30.09.2018

Aufsteiger SV Straelen gewinnt beim SC Verl mit 2:1

Die zweite Heimniederlage in Folge musste der SC Verl hinnehmen. Aufsteiger SV Straelen setzte sich in der SPORTCLUB Arena vor 443 Zuschauern mit 2:1 (1:1) durch.

Verls Trainer Guerino Capretti war anschließend „richtig sauer. Man kann verlieren, aber nicht so.“ Des Trainers Zorn bezog sich dabei insbesondere darauf, dass eine Reihe seiner Spieler die nötigen Grundtugenden vermissen ließen, die Basis eines guten Fußballspiels sind: „Saubere Pässe zu spielen haben wir heute häufig nicht geschafft.“ Dem Mitspieler Optionen zu bieten, also sich immer wieder anspielbereit zu zeigen, ist auch wichtig, aber einige hätten sich zu schlecht bewegt, so die zweite fehlende Grundtugend. Dabei, so Capretti, „haben wir gut angefangen und einen guten Spielaufbau gezeigt.“

Daniel Hammel kurzfristig ausgefallen

Dabei fiel beim SC Verl neben den Langzeitverletzten Basti Müller, Julian Schmidt und Julian Stöckner nicht nur wie befürchtet Cinar Sansar aus, auch Stürmer Daniel Hammel konnte nicht mitspielen. Dennoch startete Verl gut, ein Angriff über Jan Lukas Liehr, Viktor Maier und schließlich Sergej Schmik war äußerst sehenswert, auch wenn Schmiks Flanke letztlich einige Zentimeter zu hoch für den heranstürmenden Matthias Haeder geriet. Kurz danach war Ron Schallenberg zur Stelle, doch sein Kopfball nach Flanke von Marko Stojanovic war nicht platziert genug. Ein Schuss von Stefan Langemann wenig später strich über das Gehäuse der Straelener.

Doch dann gelang dem SPORTCLUB die frühe Führung. Stefan Langemann flankte von der rechten Seite, Haeder war zur Stelle und versenkte den Ball zum bis dahin verdienten 1:0 (14.). „Nach der Führung haben wir an Griffigkeit verloren“, analysierte Capretti. Zwar gab es noch sehenswerte Angriffe wie den über Janik Steringer, Langemann und Schmik, doch die Flanken waren nicht mehr genau genug, Straelen konnte stets klären. Und bei diversen Schussversuchen warf sich immer ein Gästeakteur dazwischen.

Konter zum 1:1 für Straelen

Stattdessen nutzte der Gast einen Konter mit der „gefühlt ersten Chance“, wie Capretti sagte, eiskalt aus. Den Schlusspunkt setzte Shun Terada, der sein Dribbling an der Strafraumgrenze mit einem platzierten Schuss abschloss (30.). „Die Vorgabe lautete, Straelen nichts ins Spiel kommen zu lassen, aber genau das ließen wir zu“, ärgerte sich Capretti. Der Ausgleichstreffer beflügelte die Gäste, die sich nun mehr Chancen erspielten und Verls Keeper Robin Brüseke mehrfach zum Eingreifen zwangen, wobei dieser bei dem gefühlvollen Heber von Terada auch geschlagen war und der SPORTCLUB Glück hatte, dass der Heber knapp das Tor verfehlte.

„In der zweiten Hälfte haben wir auf Konter gelauert, da wir wussten, dass der SC Verl hinten gut rauskommt“, verriet Straelens Trainer Marcus John später seine Taktik – die letztlich zum Erfolg führte. Die fehlende Passgenauigkeit in vielen Spielzügen des SC Verl erleichterte dem Gast die Abwehrarbeit, die allerdings zunächst noch spärlich in Kontern ihre Fortsetzung fand. „Wir haben Druck gemacht, waren aber nicht zwingend genug“, fasste Capretti den Abschnitt zusammen. So manche Aktion wirkte halbherzlich, fast schon ein wenig ängstlich. So hätte Verl sicher versuchen können, den Freistoß zentral 20 Meter vor dem Gästetor einmal direkt zu verwandeln, anstatt mit einem Lupfer, den Straelens Keeper Martin Kompalla mühelos aufnahm, einen Mitspieler in Szene setzen zu wollen. Es fehlte einfach mehr Mut zum Abschluss.

Abgeklärter Terada und der Pfosten

Schließlich kam der SV Straelen dann zu seiner großen Konterchance. Der linke Außenverteidiger Jannik Stevens zeigte sich mit Ball schneller als alle anderen, passt auf den stets lauernden Terada. Der zeigte sich erneut abgeklärt und ließ aus relativ spitzem Winkel Brüseke keine Chance und versenkte zum 2:1 für den Gast (70.). Und wenig später hatte der SC Verl Glück, dass ein direkt geschossener Freistoß von Aaram Abdelkarim nur den Pfosten traf und nicht auch noch einschlug. Danach rannte der SC Verl an, doch Straelen verteidigte die Führung geschickt mit Mann und Maus. Lediglich der nimmermüde Terada lauerte stets auf seine Konterchance. Kurz vor Ende ging Maier im Strafraum der Gäste zu Boden, doch Schiedsrichter Florian Heien erkannte kein strafbares Foul. „So kann man nicht Fußball spielen, so können wir keine Spiele gewinnen“, zürnte Capretti, der eine „harte Arbeitswoche“ mit Basistraining ankündigte, ungeachtet des am Mittwoch um 14 Uhr anstehenden Pokalspiels. Dennoch gilt für die Partie beim Landesligisten FC Kaunitz ganz klar: „Wir wollen weiterkommen.“

 

SC Verl – SV Straelen 1:2 (1:1)

SC Verl: Brüseke – Schmik (77. Sewing), Mikic, Steringer, Stojanovic – Liehr (62. Kurzen), Schallenberg, J. Schröder (77. Ekallé), Haeder – V. Maier, Langemann. Trainer: Capretti.

SV Straelen: Kompalla – Tenbült (80. Schikowski), Lachheb, Ellguth, Stevens (73. R. Jansen) – Weggen, Simoes Ribeiro – Jafari, Abdelkarim, Kluft (73. Abrosimov) – S. Terada. Trainer: John.

 

Tore: 1:0 Haeder (14.), 1:1 S. Terada (30.), 1:2 S. Terada (70.).

Gelbe Karten: V. Maier, J. Schröder, Kurzen – S. Terada, Schikowski.

Beste Spieler: Brüseke, Mikic – S. Terada, Weggen.

SC Verl

1 : 2

SV 19 Straelen

Samstag, 29. September 2018 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 11. Spieltag

Schiedsrichter: Florian Heien Assistenten: Tim Brüster, Guido Tenhofen Zuschauer: 443

Startaufstellung

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