Niederlage in der 86. Minute

Niederlage in der 86. Minute

Die Erste 18.02.2018

SPORTCLUB unterliegt der U23 von Fortuna Düsseldorf mit 0:1

Ein Deja-vu erlebten die 278 Besucher beim Spiel des SC Verl gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. Erneut dominierte eigentlich der SPORTCLUB das Geschehen, doch war das Glück mit der Fortuna im Bunde, denn kurz vor Abpfiff gelang der entscheidende Treffer zum 1:0 (0:0) für die Gäste.

Guerino Capretti vermochte auch Stunden später seine Enttäuschung nicht zu verbergen: „Darüber reden wir ja schon länger, dass wir die Tore machen müssen, zu fahrlässig mit den Chancen umgehen“, weiß er, dass sich dieses Manko wie ein roter Faden durch die Saison des SC Verl zieht. So erlaubt er sich auch einmal den Gedanken: „Wo wir stehen könnten, wenn wir die Tore erzielt hätten...!“ Aber grundsätzlich „versuche ich ja immer, positiv zu denken. Vielleicht mussten wir diese Niederlage kassieren, damit das ab jetzt endlich nicht mehr passiert.“

Eigentlich waren die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Restsaison gegeben. Nahezu aus dem Vollen konnte Capretti schöpfen. „Da gab es einige enge Entscheidungen bei der Aufstellung, da alle Spieler eng beieinander sind.“ Robin Brüseke musste allerdings wegen Grippe passen, aber „Sebastian Lange hat das super gemacht“, so Capretti. Zu seinem Pflichtspieldebüt in dieser Saison, und das gleich in der Startelf, kam Nico Hecker. Dem war das Glück auch nicht hold, musste er doch bereits nach gut 20 Minuten wieder vom Feld. Er war bei einem Kopfball mit Mitspieler Patrick Choroba und einem Düsseldorfer zusammengerasselt. Während Choroba sich schüttelte und weiterspielen konnte, zog sich Hecker eine Platzwunde zu, die mit neun Stichen genäht werden musste. „Mehr ist aber zum Glück nicht passiert“, so Capretti.

Während die Gäste am Anfang einige gefährliche Angriffe starteten, die meist über den quirligen Stürmer Shunya Hashimoto liefen, versuchte Verl mit kontrolliertem Spiel, gerne über die Flügel, den Ball in die Gefahrenzone zu bekommen. Doch entweder wurden daraus resultierende Flanken von den Gästen entschärft, oder aber dem ballführenden Verler konnte das Spielgerät abgeluchst werden.

Dennoch gab es reichlich gute Chancen, die ungenutzt blieben. Allein Jan Lukas Liehr hatte vor der Pause zwei Großchancen. Sein Schuss aus 16 Metern konnte ein Fortune noch auf der Torlinie klären; da war sicher eine Portion Pech dabei. Doch kurz vor dem Pausenpfiff steckte Maier von der Torauslinie perfekt auf Liehr zurück, der aber aus etwa zwei Metern den Ball nicht am Fortunen-Keeper vorbeibekam.

Nach der Pause forcierte Verl den Druck. Doch Zlatko Muhovic, der für Hecker ins Spiel kam, scheiterte genauso wie Basti Müller oder Cinan Sansar mit ihren Schüssen. Und im Ansatz gut geschlagene Flanken wurden von den Spielern in der Box einfach nicht erreicht. Choroba und Matthias Haeder hatten weitere Möglichkeiten. Und als nach einer Ecke Fortunen-Keeper Maduka Okoye den Ball fallen ließ, war kein Verler da, um abzustauben.

Als Cihan Özkara, der die letzten 20 Minuten für Haeder ran durfte, im Strafraum zu Boden ging, forderten die Verler Strafstoß, da der Stürmer zu Boden gedrückt wurde, doch Schiri Jörn Schäfer ließ laufen. Dann drehte Viktor Maier noch einmal zum Schlussspurt auf. Einen Abpraller nach einem Freistoß jagte er jedoch in die Wolken, sein Kopfball aus acht Metern strich über den Kasten und sein Schuss aus etwa elf Metern ging am Tor vorbei.

Und so kam es wie beim 2:3 im Hinspiel: Ehret Bezerra zog aus gut 18 Metern ab, traf den Ball goldrichtig und der schlug unhaltbar für den guten Sebastian Lange direkt neben dem rechten Torpfosten ein.

„Wir haben wertvolle Punkte liegengelassen“, so Capretti, der fordert: „Wir müssen daraus lernen. Es geht nicht darum, schönen Fußball zu spielen, sondern darum, mehr Tore zu schießen.“ Das soll die Mannschaft idealerweise am kommenden Wochenende zeigen, wenn es zum Rückspiel zum BVB-Nachwuchs geht.

 

SC Verl: Lange – Choroba, J. Schmidt, Stöckner, Sansar – B. Müller (62. Mikic), M. Kurt – Liehr, Maier, Hecker (22. Muhovic) – Haeder (70. Özkara).

Fort. Düsseldorf: Okoye – Montag, Kwadwo, J. Schneider, Lucoqui (46. Krafft) – Ehret Bezerra, Kinjo (83. Miyake), Kiesewetter, Duman, Froese – Hashimoto (90. Majic). 

Tore: 0:1 Ehret Bezerra (86.)

Gelbe Karten: J. Schmidt – Froese, Ehret Bezerra

Beste Spieler: Lange – Hashimoto

 

Die Bilder stammen dieses Mal von Henrik Martinschledde / Neue Westfälische & fupa.net. Mehr gibt's unter https://www.fupa.net/galerie/sc-verl-fortuna-duesseldorf-ii-257567/foto1.html

SC Verl

0 : 1

Fortuna Düsseldorf U23

Samstag, 17. Februar 2018 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 22. Spieltag

Schiedsrichter: Jörn Schäfer Assistenten: Lars Lehmann, Armin Hurek Zuschauer: 278

Startaufstellung

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