Impulsforum Fußball - Teil 3!

David Ulm und Sergej Schmik sprechen über das Individualtraining im Fußball!
Artikel vom 16. Dezember 2025
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Individualtraining im Fokus! Rahmen des Impulsforums Teil 3 stand das Thema Individualtraining im Fußball im Mittelpunkt. Unser technischer Direktor Matt Beadle begrüßte dazu im VIP-Raum „1924“ zwei ausgewiesene Experten: Sergej Schmik und David Ulm.
Den Auftakt machte Sergej Schmik, ehemaliger Spieler unseres Sportclubs und seit 2020 Teil des Trainerteams als Co-Trainer. Der 36-Jährige hat in den vergangenen Jahren bereits vier Cheftrainer erlebt und zahlreiche talentierte Spieler begleitet. In seinem Talk gab Schmik spannende Einblicke in seinen Arbeitsalltag sowie in die Zusammenarbeit innerhalb des Trainerteams.
„Meine Hauptaufgaben liegen klar im Individual- und Standardtraining. In diesen Bereichen habe ich mich spezialisiert und versuche, unsere Spieler kontinuierlich weiterzuentwickeln“, erklärte Schmik. Gerade weil unser Sportclub regelmäßig Talente aus Nachwuchsleistungszentren verpflichtet, sieht er im Individualtraining enormes Potenzial: „Die Spieler bringen meist eine sehr gute Basis mit – entscheidend ist dann der Feinschliff.“
Besonders überzeugt zeigt sich Schmik von der Wirkung vieler Wiederholungen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass man durch Wiederholung besser wird. Genau das ermöglicht Individualtraining.“ Ein eindrucksvolles Beispiel lieferte er aus der Praxis: In einer halben Stunde Individualtraining kam ein Profi auf rund 150 Ballkontakte – ein Wert, der im klassischen Mannschaftstraining kaum zu erreichen ist.
Im Anschluss übernahm David Ulm das Wort. Der ehemalige Profi blickt auf 97 Einsätze in der 2. Liga zurück und bietet seit 2020 Individualtraining für Jugendliche an. Ulm, der selbst in Frankreich ausgebildet wurde, bestätigte die Aussagen von Schmik: „In Frankreich haben wir viel in kleinen Gruppen trainiert. Man wiederholt häufiger, hat mehr Ballaktionen und jeder Spieler entwickelt sich schneller als in großen Gruppen.“
In seiner Arbeit legt Ulm den Fokus auf Koordination, ersten Kontakt, Technik, Abschluss und Spielübersicht. Besonders wichtig ist ihm dabei das Vertrauen der jungen Spieler: „Es ist essenziell, dass die Kids mir vertrauen. Nur dann hören sie zu und wir können gemeinsam in die Detailarbeit gehen.“
Unabhängig davon, ob im Mannschafts- oder Individualtraining, sind sich beide Referenten einig, was den Unterschied zwischen talentierten und sehr guten Fußballern ausmacht: Einstellung und Arbeitsmoral. Ulm bringt es auf den Punkt: „Ich erwarte eine gute Körpersprache. Sie ist die Grundlage für saubere Pässe und gute Abschlüsse. Fehler gehören dazu – aber die Einstellung muss stimmen.“
Zum Abschluss gaben Schmik und Ulm den anwesenden Vereinstrainern einen klaren Praxistipp mit auf den Weg: Spielformen mit vielen Ballkontakten und viel Bewegung. Denn genau so wird jeder einzelne Spieler besser.
