Sportclub Verl stellt Scouting-Abteilung neu auf

Klare Strukturen, gezielte Profile: Sportclub richtet Scouting strategisch auf die eigene DNA aus
Artikel vom 7. Oktober 2026
Der Sportclub Verl stellt seinen Scouting-Bereich strategisch neu auf. Nach dem Wechsel des bisherigen Leiters der Scouting-Abteilung, André Fikus, der inzwischen als Sportdirektor beim 1. FC Bocholt tätig ist, hat der Sportclub die Strukturen des Bereichs neu geordnet und die Verantwortlichkeiten klar definiert.
Mit der Neuaufstellung verfolgen Technischer Direktor Matt Beadle und Sportlicher Leiter Julian Stöckner gemeinsam die übergeordnete Verantwortung für den Scouting-Bereich. Im Zentrum steht dabei ein klarer Anspruch: Der Sportclub möchte nicht nach dem Gießkannenprinzip scouten, sondern gezielt Spieler identifizieren, die zum Anforderungsprofil, zur Spielidee und zur Sportclub-DNA passen.
„Wir wollen unser Scouting noch strategischer ausrichten. Es geht für uns nicht darum, möglichst viele Spieler auf dem Markt zu beobachten, sondern die richtigen. Wir haben ein klares Bild davon, welche Profile zu unserem Fußball, zu unseren Mannschaften und zu unserem Weg passen. Genau danach richten wir unsere Suche aus“, erklärt Julian Stöckner.
Die übergeordnete sportliche Steuerung des Bereichs liegt bei Julian Stöckner und Matt Beadle. Gemeinsam definieren sie die sportlichen Anforderungen und Spielerprofile und verantworten die strategische Ausrichtung des Scoutings. Dabei werden die Erkenntnisse aus Datenanalyse, Livebeobachtung und Scouting-Netzwerk zusammengeführt und in die sportliche Kaderplanung überführt.
Innerhalb dieser Struktur übernimmt Tim Evertz zukünftig als Koordinator Scouting- und Datenprozesse die Verantwortung für die strukturellen und datenbasierten Abläufe. Sein Aufgabenbereich umfasst die Weiterentwicklung der internen Scouting-Prozesse, die Koordination der Abläufe sowie die systematische Aufbereitung und Analyse relevanter Daten. Damit schafft er die Grundlage, um potenzielle Spieler anhand definierter Kriterien frühzeitig einzuordnen und Entwicklungen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen.
Für die operative Spielerbeobachtung sowie den Ausbau des Scouting-Netzwerks ist Robert Tesche als Leiter Scouting – Livescouting & Netzwerk verantwortlich. Sein Schwerpunkt liegt auf der persönlichen Beobachtung von Spielern und Spielen, der Bewertung von Entwicklungspotenzialen sowie dem kontinuierlichen Ausbau und der Pflege des nationalen und internationalen Netzwerks. Seine Erfahrung aus dem Profifußball und seine Kontakte innerhalb der Branche fließen dabei unmittelbar in die tägliche Scouting-Arbeit ein.
Die neue Struktur folgt einem klaren Prinzip: Die richtigen Profile sollen frühzeitig erkannt, umfassend bewertet und gezielt verfolgt werden. Daten liefern dabei eine zusätzliche Perspektive, ersetzen aber nicht die persönliche Beobachtung und den direkten Austausch. Erst das Zusammenspiel aller Bereiche ermöglicht eine ganzheitliche Bewertung eines Spielers.
„Unsere DNA spielt dabei eine zentrale Rolle. Wir suchen Spieler nicht nur danach aus, was sie aktuell können, sondern auch danach, ob sie zu unserem Weg passen und welches Entwicklungspotenzial sie mitbringen. Deshalb wollen wir unser Scouting bewusst fokussieren und unsere Ressourcen dort einsetzen, wo wir überzeugt sind, dass ein Spieler zu uns passen kann“, so Beadle.
Mit der Neuaufstellung schafft der Sportclub klare Verantwortlichkeiten und stärkt gleichzeitig die Verbindung zwischen strategischer Kaderplanung, datenbasiertem Scouting, persönlicher Spielerbeobachtung und einem gewachsenen Netzwerk. Der Anspruch ist eine vorausschauende und nachhaltige Kaderplanung, die nicht erst dann ansetzt, wenn kurzfristig ein Spieler benötigt wird, sondern kontinuierlich passende Profile für den Sportclub identifiziert.
Der Sportclub setzt damit konsequent auf eine Scouting-Struktur, die den eigenen Weg widerspiegelt: strategisch statt nach dem Gießkannenprinzip, gezielt statt zufällig und mit einem klaren Blick auf die eigene sportliche DNA.
