Trainingsstart bei der U21

Coach Mainka begrüßt viele Neuzugänge bei der ersten Einheit
Artikel vom 8. Juli 2026
Mit einem deutlich verjüngten Kader, der älteste Neuzugang ist Jahrgang 2005, nimmt die U21 des SC Verl ihre zweite Saison in der Fußball-Oberliga in Angriff. „Wir sind eine Ausbildungsmannschaft auf hohem Niveau, die in Anlehnung an die Profis eine Spielidee vermittelt. Von der DNA des Sportclubs Verl werden wir nicht abrücken“, sagt SCV-Trainer Robert Mainka, der die U21 im Frühjahr von Przemyslaw Czapp (jetzt Trainer des Regionalligisten SG Wattenscheid 09) übernommen hatte.
Und Mainka hat, gemeinsam mit Michael Volmari (Sportliche Leitung Jugend und U21), Matt Beadle (Technischer Direktor) und Julian Stöckner (Sportlicher Leiter Profis) ordentlich „ausgemistet“. Denn dass der 43-Jährige bei vielen seiner Ex-Spieler die nötige Einstellung vermisst hatte, ist ein offenes Geheimnis. „Was Haltung und Mentalität betrifft, ist der erste Eindruck sehr positiv“, hofft Mainka, dieses Problem bei der Kaderzusammenstellung gelöst zu haben. „Jetzt müssen wir schnellstmöglich eine Einheit werden und innerhalb kürzester Zeit die größten Schritte im athletischen Bereich machen.“
Dazu wird ihm mit Jan Helfthewes ein Athletiktrainer an die Seite gestellt, der sich bei drei Einheiten in der Woche und bei den Spielen am Wochenende ausschließlich um die U21 kümmern wird. Der gebürtige Varsenseller war zuletzt im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) von Eintracht Braunschweig tätig und dort für vier Jugendmannschaften zuständig. „Die Oberliga Westfalen ist ein Brett. Da ist es wichtig, ein permanentes Athletiktraining anbieten zu können“, sagt Julian Stöckner, der Mainka diesen „speziellen Wunsch“ nur zu gern erfüllte. „Wir fordern die höchste Intensität. Und die müssen wir auch schon in den Einheiten haben.“
Robert Mainka wird darüber hinaus weiterhin von Co-Trainer Sahin Kurt und Teammanager Christian Peitz unterstützt. Nach Platz neun im Vorjahr, der Klassenerhalt schien zwischenzeitlich sogar gefährdet, geht die U21 ohne eine klare Vorgabe in die Saison 2026/27 – zumindest was die Platzierung angeht. „Wir werden unsere Erwartung von der Entwicklung abhängig machen und jedem Spieler Spielzeit garantieren“, sagt Robert Mainka, der am Montagabend noch auf Fabian Jurisic (steigt nach Kreuzbandriss im Laufe der Woche wieder ein) sowie die angeschlagenen Mads Pettke und Enrique Brock verzichten musste. Henry Obermeyer und Jan Olschewski trainieren derzeit bei den Profis mit.
Mainka, der unter Orest Shala ja auch Co-Trainer der Drittligamannschaft ist, hat beim SC Verl mittlerweile eine 40-Stunden-Woche – und Blut geleckt. „Eigentlich hatte ich mein Ziel, die Pro-Lizenz zu machen, ad acta gelegt. Doch da mir der Sportclub jetzt die Möglichkeit gibt, im ambitionierten Bereich arbeiten zu können, denke ich jetzt wieder intensiv darüber nach“, sagt der A-Lizenz-Inhaber, der 2014 mit der Übernahme der damaligen U19 beim SC Verl seine Trainerlaufbahn begonnen hatte.
