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Der Sprung in die DFB-Nachwuchsliga

Neuer U19-Trainer Suat Bas blickt auf die erfolgreiche Saison mit seiner U17 zurück

Artikel vom 5. Juni 2026

Unsere U17 spielte eine überragende Saison 2025/26 - und gemeinsam blicken wir im Interview mit Trainer Suat Bas, der im kommenden Jahr die U19 coachen wird, auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurück. 

Wenn du auf die gesamte Saison zurückblickst – wie würdest du diese Entwicklung deiner Mannschaft beschreiben?

Die Jungs haben eine enorme Entwicklung hinter sich. Neben den sportlichen Fortschritten gab es vor allem auch eine große menschliche Entwicklung. Viele Spieler haben im Laufe der Saison mehr Verantwortung übernommen, konnten in schwierigen Phasen vorangehen und Verantwortung tragen. Besonders beeindruckend war, dass die Mannschaft über das gesamte Jahr hinweg mutig geblieben ist und sich immer neuen Herausforderungen gestellt hat.

Zu Saisonbeginn spieltet ihr noch in der Westfalenliga – wann hast du gemerkt, dass mehr möglich ist?

Wir haben uns eigentlich nie Gedanken darüber gemacht, dass mehr möglich sein müsste. Unser Fokus lag jede Woche darauf, im Training besser zu werden und uns in allen Bereichen des Spiels weiterzuentwickeln. Am Ende wurden die Jungs für ihre tägliche Bereitschaft, hart zu arbeiten und alles zu investieren, belohnt.

Welche Faktoren waren entscheidend dafür, dass sich deine Mannschaft im Winter für die DFB-Nachwuchsliga qualifizieren konnte?

Wir hatten eine klare Idee mit und gegen den Ball, die wir konsequent verfolgt haben. Ein entscheidender Faktor war aber auch der Rückschlag im Kreispokalfinale. Dort habe ich gemerkt, welchen Willen diese Mannschaft besitzt. Die Art und Weise, wie die Jungs mit dieser Niederlage umgegangen sind, hat gezeigt, welchen Charakter die Truppe hat.

Wie groß war die Umstellung für deine Jungs vom Westfalenliga-Niveau auf die höchste deutsche Juniorenklasse?

Natürlich war das Niveau in der DFB-Nachwuchsliga deutlich höher als in der Westfalenliga. Allerdings hat sich die individuelle Entwicklung der Spieler auch nach dem Winter kontinuierlich fortgesetzt. Dadurch waren wir in der Lage, auf diesem Niveau absolut konkurrenzfähig zu sein.

Deine Mannschaft hat den Klassenerhalt in der Nachwuchsliga geschafft – wie stolz bist du auf die Jungs?

Ich freue mich vor allem für die Jungs und für unseren Verein. Als ich die Mannschaft übernommen habe, war meine klare Aussage, dass die individuelle Entwicklung der Spieler für mich genauso wichtig ist wie der sportliche Erfolg der Mannschaft. Dass wir beides erreicht haben, macht mich natürlich sehr stolz.


Das Jugendkonzept wurde überarbeitet und die Sportclub-DNA soll in den Jugendmannschaften aufgebaut werden. Wie setzen deine Jungs dies um?

Tatsächlich haben wir bereits in der U16 einen mutigen, ballbesitzorientierten Fußball gespielt. Dass künftig alle Jugendmannschaften dieser gemeinsamen DNA folgen, wird die Entwicklung des gesamten Vereins weiter voranbringen. Meine Jungs haben diese Spielidee von Anfang an verinnerlicht und auf dem Platz sehr gut umgesetzt.

Gab es einen Schlüsselmoment in der Rückrunde, der für den Klassenerhalt besonders wichtig war?

Einen einzelnen Schlüsselmoment gab es aus meiner Sicht nicht. Entscheidend war vielmehr, dass wir auch gegen die Nachwuchsleistungszentren immer versucht haben, unser eigenes Spiel durchzusetzen – und das ist uns auch gelungen. Das hat der Mannschaft Woche für Woche zusätzliches Selbstvertrauen gegeben und uns gezeigt, dass wir auf diesem Niveau bestehen können.


Wie haben sich einzelne Spieler im Laufe der Saison individuell weiterentwickelt?

Die individuelle Entwicklung der Spieler war für mich eines der größten Highlights der Saison. Wir haben drei Spieler aus der Kreisliga A verpflichtet, die am Ende der Saison in der DFB-Nachwuchsliga absolut konkurrenzfähig waren und starke Leistungen gezeigt haben. Darüber hinaus gab es für vier bis fünf Spieler großes Interesse von Vereinen aus der U19-Nachwuchsliga. Wenn man bedenkt, dass diese Jungs im kommenden Jahr noch dem jüngeren U19-Jahrgang angehören und das Potenzial haben, auf höchstem U19-Niveau zu spielen, spricht das für die hervorragende Entwicklung der gesamten Mannschaft.

Der Sieg beim internationalen Pfingstturnier in Theesen im Elfmeterschießen war der emotionale Höhepunkt – wie angespannt warst du beim entscheidenden Elfer?

Ehrlich gesagt habe ich diesen Moment einfach in vollen Zügen genossen. Nach dem entscheidenden Elfmeter saß ich auf der Ersatzbank und habe lange zugesehen, wie unsere Jungs gemeinsam gejubelt haben. Dieser Augenblick wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Mit Blick auf die kommende Saison: Du wirst Trainer der U19 und viele Spieler gehen den Schritt mit. Wie cool ist es, die Jungs weiter begleiten und fördern zu dürfen?

Ich sitze im selben Boot wie meine Spieler. Genauso wie sie versuche auch ich, mich jeden Tag als Trainer weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu gehen. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir diesen Weg gemeinsam fortsetzen können. Die Möglichkeit, die Jungs weiterhin begleiten, fördern und auf ihrem weiteren Weg unterstützen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes für mich.