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Remis für unsere Zweite

Gegentreffer in der Nachspielzeit verhindert den Dreier

Artikel vom 10. März 2026

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    Nach drei Niederlagen zum Einstand hat Robert Mainka mit dem 1:1 (1:0) gegen den SV Schermbeck seinen ersten Teilerfolg als Trainer des Fußball-Oberligisten SC Verl II geschafft. Freuen konnte sich der Nachfolger von Przemyslaw Czapp darüber nicht. „Wir haben zwei Punkte verloren und nicht einen gewonnen“, ärgerte sich der Trainer der mit nun 24 Zählern weiter auf dem 13. Tabellenplatz notierten Drittliga-Reserve.

    Auf den Keks gegangen war dem ehemaligen Torjäger vor allem der schludrige Umgang mit den zahlreichen Torchancen. „Eins steht fest: Qualitativ hochwertigere Möglichkeiten bekommst du in der Oberliga nicht“, stellte der 43-Jährige grimmig fest. „Aber es ist schon erstaunlich, was wir uns alles einfallen lassen, um kein Tor zu schießen.“

    Vor Augen dürfte Mainka bei dieser bissigen Kritik vor allem diese Szenen gehabt haben. In der 82. Minute dribbelt sich Emmanuel Bamba durch, passt nach innen – aber niemand ist mitgelaufen. Noch schlimmer dieser Fauxpas nach dem 1:1 und tief in der Nachspielzeit: Henry Obermeyer dringt in den Schermbecker Strafraum ein, legt den Ball in die Mitte ab, und von dort schießt Lian Vega Zambrano überhastet über das Tor, statt die Kugel zum deutlich besser postierten Jannick Blaszyk durchzulassen. Bei dem guten halben Dutzend schlechter Abschlüsse aus aussichtsreichen Positionen ließ Mainka nur einmal die Erklärung Pech gelten: Almin Mesanovic hatte aus acht Metern mit großer Entschlossenheit abgezogen, war aber an dem auf der Linie mit der Brust in den Ball springenden Ilias Bouassaria gescheitert (55.).

    Solchen Einsatz hätte sich Mainka in so mancher Szene auch von seinen Leuten gewünscht. „Denn das 1:1 kannst du verhindern, wenn du vor der Flanke ein, zwei Schritte mehr machst.“ Just dieses Engagement hatte dem Coach auch gefehlt, als sich seine Elf einschnüren ließ und selten für Entlastung sorgen konnte. „Aber eigentlich hätten wir das Spiel ja auch schon in unserer guten ersten Halbzeit entscheiden können, als wir es kontrolliert haben.“ Doch mehr als das 1:0 durch die feine Einzelleistung Bambas (21.) war für die enttäuschten aber eben in einigen Bereichen auch enttäuschenden Verler diesmal nicht drin.
    SC Verl II: Vogt – Bamba, Simic, Garris, Sonntag – Obermeyer, Mesanovic, Hwang (63. Olschewski) – Toia (58. Seiler), Eickholt (63. Blasczyk), Yilmaz (80. Zambrano).
    Tore: 1:0 Bamba (21.), 1:1 Harbering (90. + 1).

    Präsentiert von der Neuen Westfälischen