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Zweite verliert zuhause gegen Rheine

Frühe Führung reicht nicht zum Punktgewinn

Artikel vom 24. Februar 2026

Minutenlang diskutierte Trainer Robert Mainka nach der 1:2 (1:2)-Heimniederlage seiner U21 des SC Verl gegen den FC Eintracht Rheine auf dem Kunstrasenplatz im Schatten der Sportclub-Arena mit Matt Beadle, dem Technischen Direktor des SCV, und gestikulierte wild hin und her. Deutlich aufgeräumter wirkte der Coach des Fußball-Oberligisten im anschließenden Pressegespräch und kam schnell auf den Punkt.

„Wir waren jetzt im zweiten Spiel in Folge im letzten Drittel nicht zwingend genug und müssen Mittel und Wege finden, um vorne gefährlicher zu werden“, wusste Mainka ganz genau, warum die Gäste drei für sie ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt aus Verl entführen konnten. Dabei erwischte die couragiert beginnende U21 des Sportclubs einen Start nach Maß und ging durch einen satten Distanzschuss von Jan Olschewski verdient mit 1:0 (12.) in Führung.

Doch wenig später brach das Verler Selbstvertrauen wie ein Kartenhaus zusammen. Ein Ballverlust im Aufbauspiel ermöglichte den Gästen durch Tugay Gündogan das 1:1 (16.) und einen von Fabian Kerelaj geschlagenen Eckball köpfte Sturm-Hüne Luca Meyer unbedrängt zum 1:2 (19.) in die Maschen. „Erst haben wir Rheine eingeladen und den Standard müssen wir besser verteidigen“, monierte Mainka, dessen Mannschaft fortan völlig verunsichert wirkte und sich von den routinierten Gästen den Schneid abkaufen ließ.

Zur Pause nahm Robert Maina einen Dreifach-Wechsel vor. Der fruchtete, zudem agierte Kapitän Dennis Simic nun als ballsicherer Innenverteidiger, und Jan Olschewski rückte ins Mittelfeld vor. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – das der Gäste. Eine scharfe Hereingabe von Emmanuel Bamba fand in der Mitte keinen Abnehmer (57.), dann traf Henry Obermeyer zum vermeintlichen 2:2 (65.) in den linken Winkel. Doch Schiedsrichter Henry Schröder ahndete ein Foulspiel, das Louis Ahenkora zuvor an Tim Heger begangen hatte.

Trotz nun drückender Überlegenheit konnte sich der Sportclub keine weitere klare Chance erspielen. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich durchaus zufrieden, da hatten wir einen guten Zug drin“, sagte Robert Mainka. Die Torgefahr ging seiner Mannschaft indes völlig ab. Daran muss dringend gearbeitet werden.

SC Verl II: Vogt – Bamba, Obermeyer, Olschewski, Simic – Toia (77. Harmann), Yilmaz (46. Hwang), Lamkemeyer (46. Sonntag) – Seiler, Vega Zambrano (46. Blaszyk), Ahenkora (72. Henkler).

Tore: 1:0 Olschewski (12.), 1:1 Gündogan (16.), 1:2 Meyer (19.)