3:3 in einem packenden Saisonfinale bei RWO

3:3 in einem packenden Saisonfinale bei RWO

Die Erste 19.05.2019

SC Verl beendet mit einer starken Leistung die Regionalliga-Saison auf Platz sieben

Ein packendes Saisonfinale lieferten sich RW Oberhausen und der SC Verl. Mit dem 3:3 (1:1) vor über 8000 Zuschauern bei bestem Fußball-Wetter zeigte der SPORTCLUB noch einmal eine richtig gute Leistung, hatte am Ende etwas Pech, das der zwischenzeitliche 3:1-Vorsprung am Ende doch nicht zum Sieg reichte. Dennoch behauptet Verl den anvisierten siebten Platz in der Abschlusstabelle, da Wuppertal gegen die U23 des 1. FC Köln unterlag.

Zu Beginn der Partie war den Gastgebern klar anzumerken, dass sie im Falle eines weiteren Ausrutschers von Viktoria Köln zur Stelle sein und mit einem Sieg die Chance auf den Aufstieg wahren wollten. Robin Brüseke im Kasten des SPORTCLUB musste gleich hellwach sein, um eine Ecke zu entschärfen und einen Drehschuss von Raphael Steinmetz zu parieren. Doch kurz darauf hätte Anton Heinz seitens des SC Verl den Rot-Weißen Gastgebern beinah kräftig in die Suppe gespuckt: Einen Freistoß aus gut 20 Metern, erzwungen durch die erste richtig gute Offensivaktion des SC Verl, jagte er als Aufsetzer nur an den kurzen Pfosten, RWO-Keeper Daniel Davari hätte keine Chance gehabt.

Das bremste die Oberhausener etwas, ließ sie etwas ruhiger spielen, und auch der SC Verl spielte jetzt nach vorne. Aygün Yildirim hatte nach einem Konter allein auf weiter Flur einen Einwurf in Höhe des gegnerischen Strafraums herausgeholt, der SPORTCLUB war schön aufgerückt. Dann passierte es: Ballverlust, RWO passte auf Cihan Özkara, und der Ex-Verler wusste noch, das Brüseke gerne weit vor dem Tor steht. Özkara schoss also einfach aus dem Mittelkreis aufs Tor über den sich vergeblich streckenden „Brü“ zum überraschenden 1:0 (14.).

Das gab RWO neuen Schub. Insbesondere Özkara sorgte für einigen Wirbel, zielte aber nicht genau genug oder scheiterte an Brüseke.

Nach und nach wurde aber Yildirim auf Seiten der Verler immer stärker. Der 2,01-Riese Jannik Löhden in der RWO-Abwehr hatte mit dem „nur“ 1,80 Großen quirligen Mittelstürmer gewaltige Mühe. Doch seinen ersten gefährlichen Abschluss parierte Davari, beim zweiten Mal – ein Konter nach erneut starker Tat von Brüseke gegen Özkara – zögerte er zu sehr mit dem Abschluss. Der dritte Versuch hingegen passte: Ballannahme, Dribbling entlang der Strafraumgrenze und überlegter Abschluss zum Ausgleich (32.). Özkara hatte noch einmal eine Riesenchance kurz vor der Pause, RWO erneut in Front zu schießen, aber eine großartige Fußabwehr von Brüseke machte dem einen Strich durch die Rechnung.

Nach der Pause machte sich bezahlt, dass der SPORTCUB hier nicht mauerte, sondern weiter nach vorne spielte. Heinz nahm sich ein Herz, zog aus gut 20 Metern ab. Mike Jordan fälschte den Ball so gewaltig ab, dass Davari nichts anderes blieb, als dem Ball auf dem Weg ins Tor hinterherzuschauen, der Schiedsrichter wertete den Treffer als Eigentor (47.). Nach einer Stunde nahm Verls Trainer Guerino Capretti Basti Müller und Yildirim vom Platz für Janik Steringer und Daniel Hammel.

Oberhausen erhöhte den Druck, durchbrach aber die gute Verler Defensivreihe nicht. Wenig später nahm Capretti auch den erneut starken Heinz wohl als Vorsichtsmaßnahme vor einer Verletzung runter, Marko Stojanovic durfte ran. Ein glückliches Händchen des Trainers: Bei einem Befreiungsangriff des SPORTCLUB über links zog Stojanovic den Ball scharf an die Fünf-Meter-Raum-Kante genau in den Lauf von Hammel, der den Ball mit langem Bein an Davari zum 3:1 einschob (72.). Erste Oberhausener Fans wendeten sich ab, verließen schon das Stadion – für sie war die Messe gelesen.

Zumal Özkara wenig später auch noch mit einem Handelfmeter an Brüseke scheiterte. Doch eine Ecke später traf dann Tarik Kurt zum Anschluss für die Gastgeber, die nun noch einmal alles in die Waagschale warfen, um den Ausgleich zu erzielen. Doch Verl verteidigte mit Mann und Maus die Führung. Es gab fünf Minuten Nachspielzeit, in der zweiten passierte es. Der baumlange Löhden war bei einer Ecke wieder einmal mit vorne und schaffte tatsächlich den Ausgleich (90.+2). Auch wenn vielleicht ein Sieg gewesen ist, der SC Verl hat sich mit einer starken Leistung aus der Regionalliga-Saison verabschiedet. Nun heißt es, Rödinghausen die Daumen fürs Endspiel im Westfalenpokal zu drücken, um dann selbst die Qualifikation für den DFB-Pokal spielen zu dürfen.    

RW Oberhausen – SC Verl 3:3 (1:1)

RWO: Davari – Reinert (66. Kurt), Jordan, Löhden, Klaß – Oubeyapwa (56. Gödde), März, Ben Balla, Odenthal – Özkara, Steinmetz (74. Schumacher).

Verl: Brüseke – Mikic, Schröder, Stöckner, Sansar – Müller (58. Steringer), Schöppner – Hecker, Liehr, Heinz (67. Stojanovic) – Yildirim (60. Hammel).

Zuschauer: 8053

Schiedsrichter: David-Markus Koj

Tore: 1:0 Özkara (14.), 1:1 Yildirim (32.), 1:2 Jordan (47./Eigentor), 1:3 Hammel (72.), 2:3 Kurt (80), 3:3 Löhden (90.+2)

Gelbe Karten: Jordan – Liehr, Steringer

 

RW Oberhausen

3 : 3

SC Verl

Samstag, 18. Mai 2019 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 34. Spieltag

Schiedsrichter: David-Markus Koj Assistenten: Florian Heselmann, Dominik Mynarek Zuschauer: 8053

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