Keine Punkte in Aachen

Keine Punkte in Aachen

Die Erste 19.04.2019

SPORTCLUB kassiert 1:2-Niederlage

Eine letztlich verdiente 1:2 (1:2)-Niederlage kassierte der SC Verl bei seinem Gastspiel am Aachener Tivoli. Insbesondere in der zweiten Hälfte ließ der SPORTCLUB Spielordnung vermissen, rieb sich in unnötigen Zweikämpfen auf. Die Alemannia verpasste es allerdings, aus einigen hochkarätigen Chancen weitere Treffer zu erzielen. Zu allem Überfluss zog sich Ron Schallenberg eine Knieverletzung zu. „Sieht gar nicht gut aus“, schwante Trainer Guerino Capretti Böses.

Dabei war der SPORTCLUB gut gestartet. „Wir hatten eigentlich eine gute Grundordnung und nach ein paar Minuten auch gleich eine kleine Chance“, analysierte Trainer Guerino Capretti später entsprechend. Doch quasi im Gegenzug gingen die Hausherren in Führung: Ein schnell ausgeführter kurzer Freistoß auf Kai Bösing, der mit dem Ball am Fuß ein paar Meter Richtung Verler Strafraum marschierte, dann aus etwa 20 Metern relativ unbedrängt draufhielt und den Ball nahezu perfekt in den Winkel jagte (6.). „Das ging so schnell, das muss ich mir in Ruhe noch einmal ansehen, wo da die Fehler lagen“, sagte Rino Capretti später.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, Verl zeigte sich durch den frühen Rückstand nicht sonderlich geschockt. Doch hüben wie drüben war der Abschluss zu ungenau. Matthias Haeder hatte in der Phase die beste Ausgleichschance, jagte den Ball aber am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite rettete Robin Brüseke cool und lange wartend gegen den allein auf ihn zulaufenden Imbongo.

Fünf Minuten später der zu diesem Zeitpunkt auch verdiente Ausgleich: Diesmal war es Haeder, der sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt hatte, den Ball flach ins Zentrum passte, wo der einlaufende Nico Hecker mit links den Ball flach ins Eck drückte (27.). Nur zwei Minuten später hatte Sergej Schmik nach feiner Vorarbeit des enorm fleißigen Aygün Yildirim die Chance, das Spiel zu drehen, doch bekam er die Kugel nicht richtig aufs Tor - Chance vertan.

Ein Standard brachte noch vor der Pause die Entscheidung. Manuel Glowacz zirkelte einen direkten Freistoß aus etwa 25 Metern in den Winkel, Brüseke kam trotz Zwischenschritts nicht ran (42.). Für Verl gab es vor der Pause noch einmal eine kleine Chance, doch die gute Vorarbeit von Schmik und Hecker erreichte Fabian Brosowski nicht. „Das 2:1 war ein schöner Treffer“, attestierte Caretti. „Wir haben in der ersten Hälfte vieles richtiggemacht, wollten in der zweiten daran anknüpfen.“

Doch das gelang überhaupt nicht. Denn da „fehlte von Anfang an die Grundordnung“, wie Capretti feststellten musste. Die Innenverteidiger seien phasenweise regelrecht auf sich allein gestellt gewesen. „Klar, die Mannschaft wollte es erzwingen, aber ohne Grundordnung geht das nicht“, stellte er klar. Dadurch habe seine Elf viel zu viel Energie für falsche Wege und insbesondere für unnötige Zweikämpfe verwendet. „So hatten wir am Ende Glück, dass wir hier nicht einige Treffer mehr kassiert haben“, stellte er nüchtern fest.

Die größte Gelegenheit versemmelte Blendi Idrizi, der innerhalb des Fünfers den Ball über den Kasten von Brüseke jagte. Einen weiteren Freistoß von Glowacz, der genau unten das Eck anvisierte, konnte Brüseke parieren. Auch einen Konter der Hausherren wenige Minuten vor dem Abpfiff entschärfte Brüseke besonnen per Fußabwehr. Die größte Chance für die Westfalen bot sich kurz vor Abpfiff. Schmik hatte auf der rechten Flanke Hecker bedient, der zog nach innen Richtung Tor. Statt selbst zu schießen, wollte er es zu gut machen und den mitgelaufenen zentraler stehenden Haeder in Szene setzen, dem dann aber gleich zwei Aachener Verteidiger den Ball abluchsen. Und dennoch: Hätten die wenigen Ecken oder Freistöße für Verl auch nur ein wenig mehr Gefahr gebracht, es wäre ein „lucky punch“ möglich gewesen. So „ist Aachen verdienter Sieger“, wie auch Rino Capretti klar erklärte. Jetzt sind einige Tage Zeit, um die Partie zu verarbeiten, Fehler anzusprechen, bevor der nächste schwarzgelbe Gegner wartet: Am 27. April gibt die U23 von Borussia Dortmund um 18 Uhr ihre Visitenkarte in der SPORTCLUB Arena ab.

 

Aachen: Jakusch – Müller, Heinze, Fiedler, Salata (46. Batarito-Cerdic) – Pütz, Idrizi – Glowacz, Bösing (77. Rakk), Garnier – Imbongo (58. Boesen).

Verl: Brüseke – Schmik, Mikic, Stöckner, Sansar – Schallenberg (66. Schröder), Müller (64. Stojanovic) – Hecker, Haeder, Borowski (46. Karimani) – Yildirim.

Tore: 1:0 Bösing (6.), 1:1 Hecker (27.), 2:1 Glowacz (42.).

Gelbe Karten: Imbongo – Müller, Mikic.

TSV Alemannia Aachen

2 : 1

SC Verl

Donnerstag, 18. April 2019 · 19:30 Uhr

Regionalliga West · 30. Spieltag

Schiedsrichter: Mitja Stegemann Assistenten: Laura Duske, Dominik Mynarek Zuschauer: 4500

Startaufstellung

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