SPORTCLUB siegreich bei RWE

SPORTCLUB siegreich bei RWE

Die Erste 16.03.2019

Anton Heinz und Aygün Yildirim vollenden an der Essener Hafenstraße zum 2:0 (0:0)

Einen am Ende verdienten 2:0-Erfolg hat der SPORTCLUB vom Gastspiel bei Rot-Weiss Essen mitgebracht. „Wir sind megazufrieden und sehr, sehr glücklich, dass wir nach nervösem Beginn hier als Sieger vom Platz gehen“, sagte denn auch SCV-Trainer Guerino Capretti nach Abpfiff.

Dieser nervöse Beginn, den Capretti ansprach, machte sich zum Glück für den SC Verl nur im Spiel nach vorne bemerkbar. Das defensive Anlaufen klappte gegen in der Phase noch enorm ballsichere Gastgeber hervorragend. „Wir hatten einige Spieler dabei, die es einfach nicht gewohnt sind, vor einer solchen Kulisse zu spielen. Da passieren solche Stockfehler und Ballverluste dann schon mal“, entschuldigte der Trainer seine Mannschaft.

Denn bis auf die gut 100 mitgereisten Verler Anhänger feuerte der Rest der 5.627 Zuschauer größtenteils lautstark die Rot-Weissen an. Aber auch die Elf von der Hafenstraße fand kein Rezept, den engagierten Abwehrverbund der Verler zu knacken. Zwar zeigte in der Phase Essens Max Wegner noch enormen Biss und drohte immer wieder, eine Lücke in die Verler Abwehr zu reißen, doch fand er in der Regel keinen Mitspieler oder lief sich fest.

So bewegte sich die Partie zunächst nur zwischen den Strafräumen, zwar mit zumeist sehr hohem Tempo, aber eben ohne echte Torchancen. Wenig überraschend also, dass es ein Weitschuss war, der erstmals einen Torwart forderte. Dardan Karimani zog einfach mal aus gut 20 Metern ab, doch Robin Heller im Kasten der Essener war rechtzeitig unten und parierte.

Anschließend startete die wohl beste Phase der Rot-Weissen. Insbesondere über den rechten Flügel mit dem schnellen Daniel Heber wurden immer wieder Angriffe vorgetragen. Anton Heinz und Cinar Sansar fehlte da manches Mal ein wenig Unterstützung, um das Pass-Spiel der ballsicheren Essener zu unterbinden. Doch spätestens die Innenverteidigung der Schwarz-Weissen oder der aufmerksame Robin Brüseke klärten dann, bevor der Ball Richtung Verler Tor abgefeuert wurde. So war die gefährlichste Torannäherung Essens ein Freistoß aus 18 Metern, den Lukas Scepanik allerdings deutlich über den Kasten von „Brü“ jagte.

Erwähnenswert noch der bärenstarke Einsatz von Heinz in der 33. Minute. Verl hatte eine Ecke schlecht gespielt, der schnelle Heber sprintete einen blitzsauberen Konter fast aus Höhe des eigenen Strafraums Richtung Verler Tor. Doch Heinz setzte dem Essener nach, holte ihn ein, sorgte dafür, dass Heber nicht nach innen ziehen konnte und klärte letztlich mit einer starken Grätsche den Versuch der Flanke ins Strafraumzentrum.

In der Pause nahm „Rino“ Capretti eine Umstellung vor. Daniel Mikic wurde für Karimani eingewechselt, besetzte aber die Innenverteidigerposition von Jannik Schröder, der dafür auf die Sechs vorrückte. „Ab da haben wir dann auch die zweiten Bälle gewonnen, waren im Zentrum deutlich präsenter und deutlich sicherer im Spiel nach vorne“, wertete Verls Trainer Wechsel und Umstellung als „Schlüssel zum Erfolg“. Zudem musste Essen auch Benjamin Baier wegen einer drohenden ernsthaften Verletzung vom Platz nehmen, der bei Rot-Weiss auf der halbrechten Position im Mittelfeld wichtige und gestaltende Anspielstation vor der Pause war.

Zwar dauerte es ein paar Minuten, ehe die Umstellung beim SC Verl griff, und Essen kam ein- bis zweimal gefährlich vor den Strafraum der Verler, doch das war es dann für lange Zeit mit Essener Offensivaktionen. Jetzt war Schwarz-Weiss am Drücker, zunächst allerdings ohne zwingende Chancen. So brauchte es einen Standard, damit der SPORTCLUB in Führung gehen konnte. Eine scharfe Hereingabe von Anton Heinz von der rechten Bahn fälschte der starke Essener Innenverteidiger Boris Tomiak ab, so dass der Ball im langen Eck flach zur Verler Führung einschlug (71.). Während der SPORTCLUB Heinz als Torschützen feierte, wertete Schiedsrichter Martin Ulankiewicz den Treffer als Eigentor.

Essen versuchte jetzt alles, die Partie zu drehen und zumindest den Ausgleich zu erzielen, doch an der kompakten Verler Abwehr biss sich Rot-Weiss die Zähne aus. Stattdessen blieb der SPORTCLUB mit Gegenstößen gefährlich. In der 82. Minute vernaschte der gut aufgelegte Aygün Yildirim die halbe rechte Essener Hintermannschaft, tankte sich in den 16er durch. Als er den Ball fast von der Torauslinie nach innen passen wollte, latschte ihm ein Rot-Weisser auf den Fuß. Yildirim stürzte fast zu theatralisch, aber der Schiedsrichter stand neben der Aktion und hatte gute Sicht, entschied also unabhängig von Yildirims Einlage. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 2:0. Damit war denn auch der Drops gelutscht. „Nach dem 2:0 hatte ich das sichere Gefühl, dass da nichts mehr anbrennt“, sagte denn auch Capretti. Kommenden Freitag steht das nächste Spiel unter Flutlicht für Verl an: Da ist um 19 Uhr der SV Lippstadt Gast in der SPORTCLUB Arena.

RW Essen: Heller – Korczowski, Tomiak, Zeiger – Heber (75. Platzek), Baier (46. Lucas), Brauer (80. Remmo), Scepanik – Wirtz, Grund, Wegner.

SC Verl: Brüseke – Schmik, Schröder, Stöckner, Sansar – Karimani (46. Mikic), Schallenberg – Kurzen (84. Liehr), Haeder (87. Schöppner), Heinz – Yildirim.

Tore: 0:1 Tomiak (71./Eigentor), 0:2 Yildirim (83./Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Martin Ulankiewicz (Oberhausen)

Gelbe Karten: Lucas – Schröder

Rot-Weiss Essen

0 : 2

SC Verl

Freitag, 15. März 2019 · 19:30 Uhr

Regionalliga West · 25. Spieltag

Schiedsrichter: Robin Braun Assistenten: Martin Ulankiewicz, Jens Laux Zuschauer: 5627

Startaufstellung

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