Youngster sorgen für Erfolg vor der Winterpause

Youngster sorgen für Erfolg vor der Winterpause

Die Erste 15.12.2018

Schöppner und Heinz treffen zum 2:1-Sieg beim Wuppertaler SV

Mit einem 2:1 (0:1)-Erfolg beim Wuppertaler SV im altehrwürdigen Stadion am Zoo verabschiedet sich der SC Verl in die Winterpause. Für den Sieg sorgten ausgerechnet die Youngster im Team: Jan Schöppner und Anton Heinz. „Das ist eine schöne Geschichte, dass sie getroffen haben. Für ihre Geduld aus vielen Spielen, die sie auf der Bank erlebten, haben sie sich jetzt belohnt“, lobte Trainer Guerino Capretti die beiden Spieler aus dem Verler Nachwuchs. 

Dem SPORTCLUB war von der ersten Sekunde an anzumerken, dass die Mannschaft die 0:4-Scharte, die sie sich vor Wochenfrist gegen Rödinghausen eingefangen hatte, ausmerzen will. Gleich zu Beginn drückte der SC und drängte Richtung Wuppertaler Strafraum. Entsprechend bitter war, dass der Gastgeber gleich mit seiner ersten Möglichkeit zum Erfolg kam. Meik Kühnel zog einen Freistoß scharf an den Fünf-Meter-Raum; der Ball sprang auf dem eisigen Grund unkontrolliert auf, Robin Brüseke konnte nicht richtig klären, und mutterseelenallein hüpfte Dennis Malura in den Ball und köpfte diesen zur frühen Führung ins kurze Eck (6.).

„Das hat uns zurückgeworfen“, kommentierte „Rino“ Capretti die „kalte Dusche“ angesichts ohnehin eisiger Temperaturen. Fortan entwickelte sich eine Partie, die man mit "typisch englischer Fußball" überschreiben könnte: enorm viel Kampf und Einsatz hüben wie drüben, viele lange und weite Bälle. Spieltaktik und aufbauendes Passspiel waren allerdings auf dem holprigen Grund auch nicht möglich. Das einzige, was nicht zum „britischen Fußball“ passte, waren die vielen Schauspiel-Einlagen, insbesondere seitens der Wuppertaler, auf die der Schiedsrichter gerne hereinfiel.

„Wir haben von Anfang an darauf geachtet, uns nicht auf ,Klein-Klein’ einzulassen, sondern mit langen Bällen gearbeitet und dann versucht, die ersten und zweiten Bälle zu gewinnen“, hatte WSV-Trainer Adrian Alipour von Beginn an auf Kampf statt auf Spielkunst gesetzt. „Richtiges Kombinationsspiel war nicht möglich. Da sind uns im Aufbau dann auch zu viele Fehler unterlaufen“, hatte es der SPORTCLUB zunächst dennoch mit Passspiel versucht, wie Capretti indirekt verriet.

So hatte das gastgebende Team in der ersten Hälfte das Plus an Möglichkeiten, auch wenn die Ballbesitzverhältnisse eigentlich ausgeglichen waren. Doch die umgebaute Verler Abwehr (Marko Stojanovic und Julian Stöckner fielen genauso wie Stürmer Viktor Maier kurzfristig aus) mit Sergej Schmik, Jannik Schröder, Jonas Acquistapace und Daniel Mikic konnte immer wieder retten, ehe es für Brüseke gefährlich wurde. Oder aber die Wuppertaler vertändelten den Ball aus aussichtsreichen Positionen. „Der WSV hatte mehrfach die Chance zum 2:0“, war Capretti über den Pausenpfiff von Schiri Martin Ulankiewicz erleichtert.

„Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, zielgerichteter und einfacher zu spielen“, gab der Trainer das Fazit der Pausenansprache wieder. Auf der Gegenseite hatte Alipour seine Elf davor gewarnt, dass „der SC Verl Charakter und Biss hat und uns eine schwere zweite Hälfte bevorsteht.“

Und tatsächlich gelang es dem SPORTCLUB wieder einmal, sich quasi am eigenen Haar wieder aus dem Sumpf zu ziehen. Von der ersten Sekunde der zweiten Hälfte an war spürbar, dass der SPORTCLUB das Spiel drehen wollte, an sich glaubte. „Wir haben den Kampf nicht mehr angenommen“, beklagte hingegen WSV-Trainer Alipour.

Es folgte zunächst „das geilste Tor meiner bisherigen Karriere“, wie es der erst 19-jährige Schöppner formuliert. Wuppertal bekam den Ball nicht wirklich aus der Box geklärt, Patrick Kurzen schlug die Kugel in den Fünfer und Schöppner, eigentlich schon fast am Ball vorbei, brachte den Fuß in Hüfthöhe tatsächlich noch hinter die Kugel und vollendete zum 1:1 (56.).

Danach blieb der SC Verl am Drücker. Zwar musste Brüseke sich noch einmal strecken, als Jonas Erwig-Drüppel aus etwa 14 Metern einen Kopfball Richtung Tor abgab, doch ansonsten sprühten die Gastgeber wenig Torgefahr aus. Doch der SC Verl wollte den Sieg offensichtlich ein wenig mehr. Insbesondere Anton Heinz, unmittelbar nach dem Ausgleich für den angeschlagenen Nico Hecker eingewechselt worden, zeigte sich mutig und verströmte Gefahr. Zunächst konnte WSV-Torwart Joshua Mroß zwar den Freistoß des 20-jährigen Verlers parieren, doch wenig später war er machtlos. Heinz hatte in der Spielfeldmitte einen Ball abgefangen, löste sich mit dem Ball und passte auf Daniel Hammel. Dieser spielte den Ball zurück auf den außen durchstartenden Heinz, der nicht nur einen Gegenspieler abschüttelte, sondern die Nerven bewahrte und in bester Torjägermanier den Ball an Mroß vorbei ins Ecke zirkelte (80.).

Erst nach dem Rückstand wachte der WSV auf, stemmte sich gegen die Niederlage. Aber da zeigte sich dann Verl abgezockt. Insbesondere der eingewechselte Matthias Haeder lieferte sich mit einigen Wuppertaler Abwehrspielern an der Eckfahne ein schon minutenlanges Spielchen, holte mehrfach Ecke oder Einwurf heraus, während die Zeit den Gastgebern davonlief. „Am Ende hatten wir vielleicht ein wenig mehr Spielglück“, kommentierte Jannik Schröder ein „gutes Kampfspiel“. „Ich freue mich, das entscheidende Tor geschossen zu haben“, strahlte Anton Heinz nach der Partie. Mit der letzten Aktion des Spiels hatte er es noch einmal aus der Ferne versucht, aber nicht genug Dampf in den Schuss bekommen, so dass Mroß halten konnte.

Neun Punkte hat der SC Verl bislang in der Rückrunde geholt, so viele hat sonst nur noch der SV Rödinghausen, der aufgrund des besseren Torverhältnisses die Rückrundentabelle vor dem SPORTCLUB anführt. „Heute kam es darauf an, sich zu zerreißen, ans Limit zu gehen. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir die Partie drehen können. Es macht mich stolz, dass der Mannschaft das auch wirklich gelungen ist. Nun können wir mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause gehen“, so „Rino“ Capretti.

Wuppertaler SV: Mroß – Malura, Meier (82. Cirillo), Windmüller, Langer – Erwig-Drüppel (85. Saric), Kühnel, Alabas (26. Schünemann), Manno – Kramer, Hagemann. Trainer: Adrian Alipour.

SC Verl: Brüsecke – Schmik, Schröder, Acquistapace, Mikic – Schöppner (70. Liehr), Schallenberg – Kurzen, B. Müller (83. Haeder), Hecker (57. Heinz) – Hammel. Trainer: Guerino Capretti.

 

Tore: 1:0 Malura (6.), 1:1 Schöppner (56.), 1:2 Heinz (80.).

Gelbe Karten: Alabas, Malura – Schöppner, Schallenberg.

Beste Spieler: Kühnel, Windmüller – Heinz, Schöppner.

Wuppertaler SV

1 : 2

SC Verl

Samstag, 15. Dezember 2018 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 21. Spieltag

Schiedsrichter: Martin Ulankiewicz Assistenten: Torsten Schwerdtfeger, Jens Laux Zuschauer: 1260

Startaufstellung

Cookie-Hinweis

Diese Website verwendet Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung, um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Weitere Details zur Nutzung und Deaktivierung von Cookies erfahren Sie hier.

Einverstanden

Cookie-Informationen

Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Es werden keine der so gesammelten Daten genutzt, um Sie zu identifizieren oder zu kontaktieren.

Cookies sind kleine Dateien, die lokal auf Ihrem Computer gespeichert werden. Diese Dateien können keinen Schaden an Ihrem Computer anrichten.

Besuchen Sie die Internetseite des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, um mehr über Cookies und lokalen Speicher zu erfahren.

Wenn Sie keine Cookies durch diese Website speichern lassen möchten, können Sie dies direkt in Ihrem Browser einstellen. Wie dies für Ihren Brwoser funktioniert, erfahren Sie bei Klick auf den jeweiligen, nachfolgenden Button.