SPORTCLUB gewinnt hart umkämpftes Derby

SPORTCLUB gewinnt hart umkämpftes Derby

Die Erste 06.05.2018

2:0 über Wiedenbrück wahrt die Chance auf den DFB-Pokal

Mit dem 2:0 (1:0) über den SC Wiedenbrück wahrt der SC Verl die Chance, aus einer sehr guten Saison eine ausgezeichnete zu machen. Gelingt dem SPORTCLUB am letzten Spieltag beim SV Rödinghausen ein weiterer Sieg, und der SC Wiedenbrück gewinnt nicht im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen, die ihrerseits gewinnen müssen, um die Meisterschaft einzutüten, hätte der SPORTCLUB die Qualifikation um den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals geschafft.

Eine Leistung, wie Verl sie gegen Wiedenbrück bot, würde sicherlich den richtigen Weg weisen. „Das war ein gutes Spiel von uns“, urteilte Trainer Guerino Capretti im Anschluss. „Es hatte echten Derby-Charakter und war sehr hart umkämpft, aber meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht.“

Insbesondere in den Anfangsminuten zeigten beide Seiten gleich die Zähne, schenkten sich nichts und versuchten, sich mit Nickeligkeiten Respekt zu verschaffen. Die ersten gefährlichen Aktionen konnte der Gast für sich buchen, allerdings ohne dass dabei zwingende Chancen entstanden. Da brannte es nach einer knappen Viertelstunde plötzlich vor dem Gästetor. Zlatko Muhovic hatte Patrick Kurzen auf dem rechten Flügel steil geschickt, der passte auf den zentral mitgeeilten Matthias Haeder, doch bevor „Matze“ zuschlagen konnte, klärte Gästekeeper Marcel Hölscher.

Doch erlahmte diese erste richtig gute Aktion der Verler die Bemühungen der Gäste noch nicht, allerdings stand die schwarz-weiße Defensive gut, Aktionen der Gäste außerhalb des Strafraums sorgten für weniger Gefahr. „Wir wollten die nicht kontern lassen, weil wir wussten, dass sie schnell umschalten können“, so Capretti, der zugab: „Wir sind froh, dass unsere anfänglichen Fehler nicht bestraft wurden.“

Erst nach und nach übernahm Verl das Kommando. Erneut kreierte der SPORTCLUB über rechts eine gute Chance: Diesmal flankte Patrick Choroba, Muhovic verlängerte per Kopf, doch der am langen Fünf-Meter-Eck lauernde Jan Lukas Liehr verzog knapp. Kurz darauf wollten die meisten der fast 1.400 Zuschauer, so sie denn Anhänger der Heimelf waren, einen Elfmeter haben, als Muhovic nach Zuspiel von Haeder im Strafraum der Wiedenbrücker zu Boden ging. Doch Schiri Florian Visse sah kein strafwürdiges Foul.

Des einen Pech diente diesmal dem Glück der Mannschaft: Muhovic musste angeschlagen bereits nach einer guten halben Stunde vom Feld. Der eingewechselte Gianluca Marzullo rückte nun in die Spitze, Haeder ließ sich etwas fallen. Und nur sechs Minuten später war es Marzullo, der nach Balleroberung von Julian Schmidt und gutem Auge von Haeder, der den besser postierten Mitspieler bediente, trocken zur Führung vollendete (40.).

Nach dem Wechsel drückte Verl weiter aufs Tempo, wollte den zweiten Treffer erzielen. Doch wieder war es Hölscher, der den Treffer verhinderte, allerdings nachfassen musste beim Schuss von Marzullo. Und als Haeder im Sechzehner niedergestreckt wurde, verweigerte Visse erneut einen möglichen Strafstoß.

Das Spiel wurde nun mit noch mehr Engagement geführt, doch aussichtsreiche Chancen selten erarbeitet. Die größte hatte erneut Marzullo, der aus etwa sieben Metern am Tor vorbeischoss. Die größte Chance der Gäste vergab Oliver Zech, als er nach einer Ecke frei zum Schuss kam, den Ball jedoch über das Verler Gehäuse jagte. Fünf Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit hatte der junge, für den angeschlagenen Choroba eingewechselte Anton Heinz völlig freistehend vor Hölscher eine Großchance, scheiterte aber am aufmerksamen Gästekeeper. Seine zweite Chance nutzte Heinz dann aber und traf in der fünften Minute der Nachspielzeit zum letztlich erlösenden 2:0.

„In der zweiten Hälfte waren die Gäste eigentlich nur noch durch Standards gefährlich, das haben wir gut gemacht. Aber wir müssen das 2:0 deutlich eher erzielen“, übte Capretti indirekt Kritik an der Chancenverwertung, die allerdings in diesem Fall keine negativen Auswirkungen hatte. Nun hofft der SPORTCLUB auf ein ähnlich erfreuliches Ergebnis am kommenden Sonntag beim Saisonfinale in Rödinghausen – und darauf, dass möglichst viele Verler Anhänger den SPORTCLUB im Häcker Wiehenstadion unterstützen.

Im Rahmen des Spiels wurden auch Daniel Schaal, Markus Baum und Cellou Diallo vom Verein verabschiedet. Mit besonders viel Applaus wurde der ebenfalls scheidende Fabian Großeschallau, der über 290 Mal das schwarz-weiße Verler Jersey trug, von den Fans bedacht.

 

SC Verl: Brüseke – Choroba (80. Heinz), J. Schmidt, Stöckner, Sansar – B. Müller, Kurt (62. Mikic) – Kurzen, Muhovic (34. Marzullo), Liehr – Haeder. Trainer: Capretti.

SC Wiedenbrück: Hölscher – Büyüksakarya, Duschke, Hüsing, Rogowski (56. Batarilo-Cerdic) – Wolff (56. Matovina), Volkmer, Geisler (80. Harrer) – Zech, T. Harder, Yildirim. Trainer: Mehnert

 

Tore: 1:0 Marzullo (40.), 2:0 Heinz (90.+5)

Gelbe Karten: J. Schmidt, Sansar, Brüseke – Geisler, Duschke, Yildirim

Beste Spieler: Stöckner, J. Schmidt - Yildirim

SC Verl

2 : 0

SC Wiedenbrück

Samstag, 5. Mai 2018 · 14:00 Uhr

Regionalliga West · 33. Spieltag

Schiedsrichter: Florian Visse Assistenten: Marian Zabell, Tim Zahnhausen Zuschauer: 1376

Startaufstellung

Cookie-Hinweis

Diese Website verwendet Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung, um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Weitere Details zur Nutzung und Deaktivierung von Cookies erfahren Sie hier.

Einverstanden

Cookie-Informationen

Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Es werden keine der so gesammelten Daten genutzt, um Sie zu identifizieren oder zu kontaktieren.

Cookies sind kleine Dateien, die lokal auf Ihrem Computer gespeichert werden. Diese Dateien können keinen Schaden an Ihrem Computer anrichten.

Besuchen Sie die Internetseite des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, um mehr über Cookies und lokalen Speicher zu erfahren.

Wenn Sie keine Cookies durch diese Website speichern lassen möchten, können Sie dies direkt in Ihrem Browser einstellen. Wie dies für Ihren Brwoser funktioniert, erfahren Sie bei Klick auf den jeweiligen, nachfolgenden Button.