Wieder ein Zu-Null-Sieg

Wieder ein Zu-Null-Sieg

Die Erste 07.04.2018

SPORTCLUB reussiert 3:0 in Wegberg-Beeck

Mit einem hochverdienten 3:0 (1:0) kehrte der SC Verl vom Gastspiel beim FC Wegberg-Beeck zurück. Der zweite „Dreier“ binnen fünf Tagen sorgte dafür, dass der SPORTCLUB nun 15 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat, somit eigentlich nur noch rechnerisch in den Abstiegskampf geraten kann.

Dass die Mannschaft unbedingt punkten wollte, die Mahnungen von Trainer Guerino Capretti beherzigte und den Gastgeber nicht unterschätzte, konnten die nur 312 Zuschauer im Waldstadion von der ersten Minute an spüren und sehen. Matthias Haeder, der mit der Kapitänsbinde auflief, da Julian Schmidt verletzt zu Hause geblieben war, hatte nämlich mit dem ersten Angriff nach Flanke von Patrick Kurzen mit einem Schuss aus der Drehung die erste Chance.

„Eine Einblutung am Innenband“, so zitierte Capretti die erste Diagnose zu Schmidts Verletzung. Was genau den Spielführer handicapt und wie lange er ausfallen wird, darüber soll eine genaue Untersuchung am Montag Aufschluss geben. Nur auf der Bank saß auch Basti Müller. „Der Trainer hatte mir gesagt, dass ich zuletzt viel gespielt habe und er mich schonen will. Das ist in Ordnung und ich hoffe und freue mich auf einen Einsatz gegen Dortmund“, so Müller.

So musste Capretti ein wenig schieben: Daniel Mikic vertrat "Jule" Schmidt auf der rechten Innenverteidiger-Position ausgezeichnet, neben Mehmet Kurt zog Capretti Jan Lukas Liehr auf die Sechser-Position. Der übte seine Rolle sehr offensiv aus, denn Matze Haeder fungierte eher als zweite Spitze neben Viktor Maier denn als Spielgestalter. „Das haben Jan-Lu und Mehmet richtig gut gemacht“, lobte Rino die Doppelsechs, „sie haben die Räume richtig gut zugemacht.“ Und zudem konnten beide auch noch ordentlich offensive Akzente setzen, belohnten sich ja auch jeder mit einem Treffer.

Insbesondere die erste Hälfte fand beim Trainer und der Handvoll mitgereister Verler Fans Anklang. Da dominierte der SPORTCLUB weitestgehend das Geschehen. „Der einzige Mangel war, dass wir vielleicht etwas zielstrebiger hätten sein müssen“, so Capretti. So war es Außenverteidiger Cinar Sansar, seit Wochen in Topform, der nach Pass von Haeder und Ausspielen eines Wegberger Verteidigers den „Dosenöffner“ mimte. Vom Strafraumeck setzte er mit rechts den Ball gefühlvoll und unhaltbar für Wegbergs Keeper Stefan Zabel in den langen Winkel (24.).

Der SC Verl ließ zwar nicht nach, aber die Gastgeber wehrten sich etwas vehementer. Spielerisch fehlten da allerdings die Mittel, so dass Wegberg es meist mit langen Bällen versuchte und auf den „zweiten Ball“ lauerte. Verl versuchte sich weiter im Kombinationsspiel, zumeist über die Außen. Doch richtig gefährlich wurde es vor der Pause nur noch vor Robin Brüseke. So musste einmal Mikic vor Wegbergs flinker Spitze Shpend Hasani retten, und kurz darauf stand Kapitän Matze goldrichtig und schlug den Ball für seinen geschlagenen Keeper von der Linie.

„In die zweite Hälfte sind wir nicht gut gestartet“, gestand Capretti, „da waren wir etwas fahrlässig.“ Das versuchte der Gastgeber zu nutzen, drückte etwas mehr, allerdings ohne gefährlich vor Brüseke aufzutauchen. Und kam Wegberg-Beeck doch einmal zum Abschluss, waren diese meist viel zu überhastet und gingen meterhoch über das Gehäuse des SC Verl.

Erst das 2:0 sorgte für wieder mehr Sicherheit beim SPORTCLUB. Erneut war der starke Haeder Wegbereiter, setzte diesmal Liehr mit einem feinen Pass in Szene. Der war schneller als zwei Abwehrspieler der Hausherren und versenkte von der rechten Strafraumseite flach am Keeper vorbei ins lange Eck.

Den Sack endgültig zumachen musste eigentlich Zlatko Muhovic, der allerdings einen unglücklichen Tag erwischte und so manche falsche Entscheidung im Spiel nach vorn traf. In diesem Fall stand er völlig frei am Fünfmetereck und bekam den Ball, musste eigentlich nur mit rechts den Ball in die Maschen schieben. Stattdessen nahm er den Ball an, versuchte noch einen Haken und vorbei war die gute Möglichkeit.

Endgültig den Druck aus dem Kessel nahm schließlich Kurt. Daniel Schaal, für den eifrigen Maier eingewechselt, hatte zunächst zwei unglückliche Situationen, hatte auch das 3:0 vergeben, doch die dritte Szene war dann brillant. Auf der linken Bahn tankte er sich mit Ball zwischen zwei eng stehenden Verteidigern durch, tanzte auf dem Weg zur Grundlinie einen weiteren aus. Seinen halbhohe Schuss konnte Keeper Zabel nur abklatschen, lenkte den Ball so auf den lauernden Kurt, der mit überlegtem Aufsetzer den Schlusspunkt setzte (74.).

Kurz darauf hatte Wegberg-Beeck noch eine Chance, das Ergebnis zu verkürzen, doch Brüseke war auf dem Posten. Es folgte noch ein offener Schlagabtausch mit den hochkarätigeren Chancen für Verl. Doch Schaal und der für Muhovic eingewechselte Gianluca Marzullo nutzten sie nicht. „So ist das auch in der Höhe verdient“, nickte Capretti zufrieden ab. Denn schließlich hatte der SPORTCLUB auch in ein paar Szenen das notwendige Quäntchen Glück, als der Gastgeber am Drücker war.

Nun folgen zwei Heimspiele. Tatsächlich wird am Dienstag um 19 Uhr das erste Mal in dieser Saison gegen die Reserve des BVB gespielt. Samstag ist dann um 14 Uhr der einstige Bundesligist SG Wattenscheid 09 zu Gast in der SPORTCLUB Arena.

 

FC Wegberg-Beeck: Zabel – Passage, Fäuster, Küppers, Tobor – Holtby, Wilms – Czichi (46. Post), M. Müller (73. Hunold), Lambertz(78. Szymczewski) – Hasani.

SC Verl: Brüseke – Choroba, Mikic, Stöckner, Sansar – Kurzen, Liehr, Kurt, Muhovic (69. Marzullo) – Maier (69. Schaal), Haeder (80. Kolodzig).

 

Tore: 0:1 Sansar (24.), 0:2 Liehr (65.), 0:3 Kurt (74.).

Gelbe Karten: Wilms – Muhovic, Mikic

Beste Spieler: Passage – Kurt, Liehr, Haeder

FC Wegberg-Beeck

0 : 3

SC Verl

Freitag, 6. April 2018 · 19:30 Uhr

Regionalliga West · 29. Spieltag

Schiedsrichter: Mark Borsch Assistenten: Sven Heinrichs, Marco Lechtenberg Zuschauer: 312

Startaufstellung

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